Leçon de vie

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Die Welt wird nicht schlimmer.

Sie wird auch nicht besser. Sie bewegt sich, zwecklos und pausenlos. Alles kann passieren.

Was wohl nicht bedeutet, dass wir damit nicht klar kommen sollen. Es ist einfach so.

Manche haben ein kurzes Leben, andere ein langes Leben. Manche haben Möglichkeiten übrig, andere nicht. Es kann sehr schnell gehen. Aber ist die Länge des Lebens das Wesentliche überhaupt?

Ein wenig Aufmerksamkeit und ein wenig Chance könnten manchmal die Lebenszeit verlängern und die Lebensqualität verbessern. Das stimmt, wir wollen immer weiterleben. Bedauerlicherweise kann die Tür zu vielen Möglichkeiten und Weiterleben plötzlich gesperrt oder zerstört werden. Eine riesige Leere kann für die Welt auch entstehen, ohne dass sie es unbedingt weiss.  Manchmal für immer.  Aber fast kein Schwein weiss bescheid. Man liest nur Schlagzeilen und denkt, wie schrecklich es ist. Die jenige die wissen, sie fühlen sich erstmal verzweifelt und verwirrt. Nie hat die Welt so absurd als in die letzten Wochen gewirkt. Es war einfach nicht akzeptabel. Menschen reagieren erstmal so, und zurecht. Wir sind nicht vorprogrammiert damit wir es gleich runterschlucken können, was unsere Mitmenschen und Freunden passiert. Soviel ist sicher.

Aber das Wichtigste liegt nicht dadrin, und diese Verwirrung lässt es uns leicht vergessen. Oft projetzieren wir sehr viel. Unsere eigene Probleme sehen wir dann mit den Augen von dem jenigen der verschollen ist. Traurig sein muss aber keine Verzweiflung enthalten. Zumindest nicht wenn die Person sein Leben richtig geführt hat.

Die Zukunft gibt es nicht unbedingt. Das ist tatsächlich traurig. Wir werden lebenslang diese Leere von seinem Platz in dieser Welt erleben müssen.

Aber dass jemand so gelebt hat, wie er das gemacht hat, bewundere ich sehr. Bis zur letzten Minute ist es bei ihm so gewesen. Mir ist es einfach aufgefallen, dass es nicht unbedingt Mitleid in diesem Trauer geben soll, den er hat doch seine Lebenszeit richtig ausgenutzt. Sein Leben war stets voller Freude und Gelassenheit. Wie stark war er genau? Der jenige den ich kannte hatte nichts zu bedaueren was seine Vergangenheit anging. Nie habe ich ihm dabei gesehen, sich zu beklagen, oder etwas zu bedauern, das er machen können hätte. Was er tun wollte, hat er auch immer getan, für kleine und grosse Dinge. Es war einfach. Die einfachste Form des Glücks. Wie habe ich das denn vergessen können?

Jetzt geht das Leben weiter. Unser. Das bedeutet aber nicht, dass wir ihn loslassen sollen. Loslassen macht keinen Sinn, loslassen vernichtet alles. Wir haben was von ihm gekriegt. Ein paar wichtige Ideen, Erinnerungen, und vielleicht auch einen Auftrag, den ich gerne aufnehmen werde. Selbst der unerwartete Tod hat eine Folge.  Sicher ist, dass ich froh bin, ihn kennengelernt zu haben, es geht weiter über die Verwirrung und den Angst, den selben Schicksaal zu kennen.

Im Schock zu leben macht keinen Sinn. Im Gegenteil können wir vielleicht was daraus verstehen und entwickeln. Wie eine Erbe. Ich bin überzeugt, dass jeder einen Platz vom Anfang an in dieser Welt hat, und etwas daraus machen kann. In dem Fall könnte schon gebärt worden sein. Zwar weiss ich nicht was, und vielleicht bin ich jetzt noch die einzige, die das sieht. Reden bleibt noch schwierig. Doch gibt es was hier in der Tiefe der Traurigkeit dieses Ereignisses, dass mich – und andere- aufmuntern kann und soll. Mag sein, dass es mir nur jetzt dass ich viel überlege auffällt. Aber: es gibt doch was sehr positives, und ich möchte es nicht liegenlassen.

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J’ai rédigé ce texte en hommage à une personne que j’appréciais beaucoup et qui a disparu trop tôt. Ne me demandez pas pourquoi c’est en allemand, je n’en sais rien. J’avais quand même envie de partager ces sentiments quelque part. Beaucoup de choses y sont positives. Je ne suis apparemment pas, ou plus, de ceux qui se laissent complètement emporter par le vent de la tristesse de ces événements. Peut-être est-ce une forme d’héritage. Dans ce cas, cela vaut encore plus la peine d’être partagé.

La vie est étrangement faite. C’est un mouvement perpétuel dans lequel on peut choisir d’opter pour une tendance à long terme, la tristesse ou la joie. L’une ou l’autre peuvent être amplement justifiées, mais une seule permet de construire quelque chose. Choisissons la joie.

Le prochain article sera en français et nettement plus léger, on reviendra à la normale!! En toute logique :)

Posted in Parlons franco-allemand.

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